Facebook Fans kaufen lohnt nicht

Immer wieder sind Firmen, welche sich in die Socialmedia-Welt wagen, frustriert, dass sie (fĂŒr alle sichtbar) nur wenige Fans auf ihren virtuellen PrĂ€senzen (Facebook-Seite) haben.

Dies betrifft insbesondere kleine Firmen, aber auch große Firmen im B2B Umfeld oder mit weniger "attraktiven" Produkten. (Wobei attraktiv relativ zu sehen ist und abhĂ€nging ist ob sich Menschen als potentielle Kunden mit dem Produkt identifizieren wollen - Ă€hnlich dem Werbeklassier "Tina - was kosten die Kondome?". )

Fakt ist, dass sich Socialmedia-Nutzer viel lieber mit Produkten wie Schokolade identifizieren (vorrausgesetzt sie sind nicht selbst stark ĂŒbergewichtig und stehen in Gefahr entsprechende Kommentare zu ernten) als z.B. mit einem Fachanwalt fĂŒr Familienrecht. Obwohl ein Familienrechtler mit hoher Wahrscheinlichkeit die wertvollere / sinnvollere Leistung fĂŒr die entsprechende Zielgruppe anbietet.

FĂŒr viele Firmen ist es jedoch frustrierend, peinlich und vermeintlich ImageschĂ€digend als bekannte Firma nur ĂŒber wenige Fans zu verfĂŒgen. HĂ€ufig kommt es gar vor, dass gerade etablierte Firmen ein Vielfaches an Kunden haben, als Fans auf ihrer Facebook-Seite.

Oft hat man auch einiges an Geld und Zeit investiert um eine ansprechende Facebook-PrÀsenz zu schaffen, die dann öffentlich sichtbar (kaum Fans und wenig Interaktion) keinerlei Resonanz findet.

Deshalb Facebook Fans kaufen

Findige Anbieter sind auf die Idee gekommen Facebook-Fans (virtuelle Freunde) zu verkaufen.
FĂŒr wenige Euro kann eine Firma tausende Fans kaufen.

Die Nachteile sind:

  • dass diese Fans oft gar nicht real existieren als Person (reale Wertschöpfung)
  • aus einem ganz anderen Sprachraum / Region kommen
  • keinerlei Bezug zum Unternehmen oder den Produkten haben
  • keinerlei Kontakte mit der real gewĂŒnschten Zielgruppe haben und auch von dieser gemieden werden
  • Geringverdiener in NiedriglohnlĂ€ndern sind, die gegen wenige Cent, aber dafĂŒr in großer Masse, die auftraggebenden Facebook-Seiten liken
  • Facebook die Seite sperren könnte, da das Kaufen von Fans gegen die Nutzungsbedingungen verstĂ¶ĂŸt
Die Wahrscheinlichkeit, das so ein virtueller gerkaufter Fan eines Unternehmens (oder dessen Freundeskreis) jemals konvertiert (Reale Wertschöpfung) ist also Ă€ußerst gering.

Was tun wenn man Fans gekauft hat?

Hat ein Unternehmen den Fehler gemacht Fans zu kaufen, wird es bald merken das dies keinen Nutzen hat. Die meisten Unternehmen stellen das Projekt Socialmedia dann ein.

Schwieriger haben es Unternehmen die Facebookmarketing weiterhin ernsthafter betreiben wollen und z.B. bei Facebook Werbung buchen. Durch die hohe Zahl von angekauften, unrelevanten Fans wird die (pro Klick oder Action) bezahlte Werbung insbesondere bei den gekauften Fans und deren Freunden angezeigt. Da diese Zielgruppe oft sprachbedingt die Anzeigen gar nicht verstehen aber dafĂŒr umso lieber klicken, wird das Budget immer schnell aufgebraucht ohne die reale Zielgruppe jemals zu erreichen oder eine Konversation zu erzeugen (z.B. einen wertvollen Lead, Einkauf).

Sofern nicht zig tausende Fans gekauft wurden, kann man nun versuchen die einzelnen gekauften Fans, einzeln ĂŒber die Facebook-Seitenfunktionen zu blockieren.

Oft ist dieser Aufwand aber zu hoch und es macht Sinn die alte Facebook-Seite zu löschen und eine komplett neue Seite aufzusetzen.

echte wertvolle Facebook Fans

Echte Facebook Fans zu bekommen ist eigentlich gar nicht so schwer, denn jedes etablierte Unternehmen hat zwangslÀufig zufriedene Kunden und Lieferanten.

Diese gilt es nun so zu begeistern und zu motivieren, dass diese öffentlich sichtbar sich zum Produkt und Unternehmen auf Facebook bekennen.

Dies geht z.B. einfach ĂŒber Gewinnspiele, Rabatt-Aktionen, Online Support via Facebook, zielgruppenrelevante Mehrwertinformationen etc.



Eingestellt am 28.07.2014 von McGrip web excellence
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